Kattegat-Tour mit den legendären 4-G-Divern (1989)

Gunter Meier, Mario Weidner (1989)

Als ich 1987 in Mühlheim am Main dem örtlichen Tauchclub beitrat, lernte ich auch Gunther Meier und seine Kumpels der 4-G Diver kennen. Eine sehr illustre Gesellschaft, die ihre Gruppe bei Tauch-gängen an dem gesun-kenen U-Boot M-2 vor der englischen Küste gegrün-det hatten.

 

Die 4-G-Diver waren Taucher ganz nach meinem Geschmack, denen kein Loch zu dunkel und kein Wrack zu tief waren. Man freundete sich an und ich durfte bei verschiedenen Tauchgängen am Bodensee mit meinen damaligen Helden tauchen gehen. Gut in Erinnerung ist mir ein Tauchgang am Bodensee geblieben, bei dem wir weit von der Steilwand wegschwammen um dann im freien Wasser auf Tiefe zu gehen. 5 Taucher, davon einer mit einer Lampe...was soll's! Es ging auf Tiefe und ich immer dem Schein der einzigen Lampe hinterher, bis ich dann irgendwann auf den Grund aufschlug und endlich im Schein der Lampe meinen Tiefenmesser ablesen konnte: 65m oder so... natürlich mit Preßluft, was anderes hatten wir ja damals nicht - ich hatte keine Lampe...nicht ganz sicher, aber so lernt man tauchen!

4-G: Göttlich-Genial-Glorreich-Gigantisch

4-G: Devine-Genial-Glorous-Gigantic

Dan-Alf im Hafen von Anholt / Dan-Alf at harbor Anholt, DK

Zwei Jahre später, nachdem ich mit den 4-G-Divern diverse Tauchgänge gemacht hatte und auch so manche Flasche in geselliger Runde geleert hatte, ging es zum Tauchen nach Dänemark in den Kattegat. In Horsens gingen wir an Bord der Dan-Alf, deren legendärer und berüchtigter Kapitän Steen Johanson uns in den nächsten Tagen ein paar Wracks zeigen wollte. Nach einigen Tauchgängen am Wrack des deutschen Minenlegers M-403 (Tiefe 37m) und am deutschen U-Boot U-251 (35m) zum warm werden, überredeten wir Steen uns zum Wrack des deutschen U-Bootes 

U-534 zu bringen, das aufgrund seiner Tiefe von 65m damals nur von wenigen betaucht worden war. Nach erfolgreicher Betauchung von U-534 kehrten wir in den Hafen von Anholt zurück, wo wir unsere Tauch-tage bei Gunthers berühmten Schabe-Eiern und reichlich flüssiger Nahrung standesgemäß ausklingen ließen.

Im Hafen von Anholt, Dänemark /Anholt harbor, Denmark (1989)
Decksparty nach einem ausgiebigen Abendessen mit Gunthers berühmten 'Schabe-Eiern' und reichlich Alkohol/ Boardparty after a dinner feast with Gunther's famous 'scrape-eggs' and ample alcohol

U-534:

U-534 heute / today

U-534, dessen Wrack kein Kriegsgrab war, wurde am 23. August 1993 von einer dänischen Gesellschaft gehoben und befand sich mehrere Jahre lang in der Sammlung des Warship Preservation Trust im englischen Birkenhead. Das Boot wurde nicht restauriert, sondern in dem Zustand, in dem es gehoben wurde, erhalten. Nach der Schließung des Museums in Birkenhead am 5. Februar 2006 aufgrund Insolvenz, war die weitere Zukunft des Bootes eine Zeit lang ungewiss.

 

Im Juni 2007 erwarb Merseytravel, in Merseyside, das Boot, um es als Attraktion an einem Fährterminal bei den Seacombe-Docks auszu-stellen. Merseytravel erhielt die erforderliche Genehmigung hierzu im Oktober 2007. Es wurde entschieden, das Boot zum leichteren Transport in fünf Sektionen aufzuschneiden. Am neuen Standort wurden zwei davon wieder zusammengefügt, das Boot aber in vier Teile zerteilt be-lassen, um Besuchern am neuen Standort den Blick in das Innere zu ermöglichen.

 

Seit Februar 2009 ist das nun außen renovierte U-534 zu besichtigen. Weiterhin sollen rund 4,5 t Memorabilia (Enigma, Uniformen, Munition, Karten), die seinerzeit bei der Bergung gefunden wurden, in einer Ausstellung neben dem Boot gezeigt werden.

Diving with the legendary 4-G-Divers, Kattegat, Denmark (1989)

Das englische U-Boot M-2, das zum Symbol der 4-G-Diver wurde / British submarine M-2, which became the symbol of the 4-G-Diver

When I joined the scuba-club in Mühlheim/Main, Germany back in 1987, I also met Gunther Meier and his buddies of the 4-G-Diver-Team. A inveterate group, which had formed their team during a dive on the wreck of the british submarine M-2 at the coast of England. The 4-G-divers turned out to be divers after my fancy: no hole to dark and no wreck to deep. We became friends and I joined them during several dives in local lake Bodensee. Very well I remember one dive at this lake, when we swam away from the drop-off bank to plunge in the open water to depth. 5 divers, thereof one had a lamp...so what! We rapidly gone done, me following the ray of the lamp below me, until I finally touchend bottom, where I finally was able to had enough light again to ready my depth-gauge: 65m (214ft) or so, of course on air - what else did we had in our tanks at this time - me without a lamp...not quite safe, but this is how you learn diving!

4-G-Diver bei der Wracktaufe / 4-G-Divers during wreck celebration

Two years later, after I had several dives with the 4-G-Divers and had drunk several bottles in chummy company, we went to Kattegat/Denmark for some diving. At Horsens harbor, we boarded the Dan-Alf and its legendary and notorious skipper Steen Johanson promised us to show us a few wrecks in the next days. After a few warm-up dives at the wreck of the German mine-layer vessel M-403 (depth 37m/122ft) and the German submarine U-251 (depth 35m/115ft), we convinced Steen to take us out to the wreck of the German sumarine U-534, which was at this time due to the depth of 65m (214ft) rarely dived. After successful dives on U-534 we returned back to Anholt harbor, where we celebrated our diving days with Gunthers famous scape-eggs (a omlet-type) and rich amounts of liquid nutriment.

U-534, which is not considered to be a wargrave was salvaged and raised on August 23, 1993 by a Danish salvage company. Many years the boat was owned by the warship preservation trust in Birkenheas/UK. The boat did not get restored, but was put on display in his original state. After the museum was closed in february 2006 due to insolvency, the futrure of the submarine was uncertain.

 

In Hune 2007 Merseytravel bought the boat to put in on display as a attraction at the ferry terminal at the Seacompe docks. It was decided to cut the boat in five sectors for easier transportation. At the new location, only two sectors of the boat have been put together again, to give visitors a chance to have a look into the interior of the boat.

 

Since Februar 2009, the now renovated U-534 is open to the public.